Ein paar Rosen ...

on Donnerstag, 17. November 2016
... zeige ich heute. Ich werde das nicht so geballt machen wie in den letzten Jahren, aber alle paar Tage gibt es einige Rosenporträts.
In diesem Jahr zeige ich die Rosen nach Farben geordnet. Ich beginne heute mit den weißen Rosen:
"Alba Meidiland" (Meilland 1987) ist eine Kleinstrauchrose, die ich erst in diesem Jahr gepflanzt habe. Sie hat sehr kleine Blüten, die in Büscheln stehen und ist sehr dekorativ. Die Blattgesundheit war in diesem Jahr bestens. Ich hoffe, das bleibt so.

Zu den ältesten kultivierten Rosensorten gehört die Bibernellrose. Sie blühte im vergangenen Sommer erstmals. Wer einen kleinen Garten hat, sollte lieber die Finger von ihr lassen, denn sie breitet sich über unterirdische Ausläufer aus. Sie heißt auch Dünenrose, weil sie auf sandigen Böden gut wächst. Darum wundert es mich, dass sie in unserem Lehmboden doch gut gedeiht und auch schon beginnt, sich auszubreiten.

Die Ramblerrose "City of York" (Tantau 1945) blüht wirklich reinweiß, auch wenn das auf dem rechten Foto eher nach cremefarben aussieht. Wir haben diese Rosensorte schon lange im Garten, aber irgendwie kommt sie immer an einen Platz, an dem sie nicht bleiben kann. Die erste Pflanze stand an unserem "Outdoor-Wellness-Bereich", als wir noch kein Häuschen hatten. Sie musste dort wegen des Stellplatzes für das Mobilheim weg und überlebte das Umsetzen nicht. Also kauften wir eine neue Pflanze und setzten sie in die Nähe der Terrasse. Dort mochte sie zuerst nicht, trieb aber im vergangenen Sommer gut aus. Leider fielen die meisten Blüten dem späten Frost zum Opfer. Im Oktober musste diese Pflanze aber auch wieder weichen, da sie beim Vergrößern der Terrasse im Weg war. Nun hoffe ich, dass sie das Umpflanzen diesmal überlebt und ihr neuer Standort endlich mal endgültig ist.

Eine besonders schöne weiße Rose ist "Frau Karl Druschki" (Lambert 1901). In diesem Jahr blühte sie besonders reich. Nun muss ich es nur noch schaffen, sie in eine ansehnlichere Form zu bekommen. Sie hat nur zwei Haupttriebe, was mir jetzt nicht so gefällt. Ich werde sie im Frühjahr stark zurückschneiden.

Mit "Ledreborg" (Poulsen 2001) bin ich so gar nicht glücklich. Ich hatte gleich zu Beginn meiner Rosensucht ein Hochstämmchen mit diesem Namen, das sehr ausdauernd blühte und wunderschön war. Leider überlebte diese Pflanze den Winter nicht. Mittlerweile glaube ich, dass diese Pflanze falsch etikettiert war, denn eigentlich sahen ihre Blüten eher aus wie bei "Schneewittchen". Wie auch immer - ich habe lange gesucht, bis ich wieder eine "Ledreborg" gefunden habe. Diese Pflanze aber ist meist kahl, wächst nicht und blüht auch kaum. Sie steht jetzt seit 2015 im Garten. Ein wenig Zeit gebe ich ihr noch - wenn sie nicht schöner wird, fliegt sie wieder aus, da bin ich gnadenlos ;-).

"Memoire" (Kordes 1992) ist leider ziemlich anfällig für Blattkrankheiten - zumindestens meine Pflanze. Nichtsdestotrotz mag ich ihre schönen reinweißen Blüten sehr.

Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht, aber "Pascali" (Lens 1963) blüht reinweiß. Sie steht nur durch Zufall noch im Rosengarten, denn eigentlich wollte ich sie im Frühjahr ausgraben. Da ich nach dem Winter aber die Standorte verwechselt habe, flog statt ihr "Mainzer Fastnacht" raus, was jetzt auch nicht schlimm ist, denn diese Rose war eh auch mickrig. Und als ob "Pascali" mir etwas beweisen wollte, blühte sie in diesem Jahr oft und auch wunderschön. Und da wir noch dazu derselbe Jahrgang sind, muss die Rose einfach bleiben ;-).

"Schneewittchen" (Kordes 1958) mag ich sehr gerne, auch wenn sie ziemlich herumzickt und meist ohne Blätter dasteht. Ich habe aber schon gelesen, dass die Blattgesundheit dieser Sorte sehr standortabhängig ist. Anscheinend mag sie ihren Platz nicht so gern, aber ich werde sie eher nicht umsetzen. Vielleicht arrangiert sie sich ja noch mit ihrem Standort ;-).

"Sea Foam" (Schwartz 1964) hat sich zu einer meiner Lieblingsrosen entwickelt. Eigentlich sollte das eine Bodendeckerrose sein. Aber links unten sieht man, dass sie sich nicht an diese Vorgabe hält ;-). Das Wachstum ist kaum in Zaum zu halten. Da sie gleich beim Garteneingang steht, müssen wir sie öfter hochbinden oder zurückschneiden, damit der Zugang frei bleibt. Sie blüht ständig, hat gesunde Blätter und ist einfach nur wunderschön.

"Vierge folle" (Delbard 1998) besticht durch ihre einfachen reinweißen Blüten. Diese Pflanze habe ich schon sehr lange. Sie kämpft mal mehr, mal weniger mit Sternrußtau. Ihre offenen Blüten sind bei den Bienen sehr beliebt.

Das waren jetzt die reinweißen Rosen. Beim nächsten Mal stelle ich dann die cremefarbenen Rosen vor.





1 Kommentare:

Hexenrosengarten hat gesagt…

Liebe Verena,

lieben Dank für diese schönen Rosenvorstellungen.

Alba Meidiland gefällt mir besonders gut.
Schneewittchen habe ich seit dem letzten Jahr auch im Garten, als 2 Hochstäme im Vorgarten. In diesem Jahr haben sie zwar schön geblüht, aber waren leider auch nicht ganz gesund. Da aber durch die feuchte Witterung dieses Jahr auch andere meiner Lieblinge zu kämpfen hatte, bin ich bei ihr besonders gespannt auf die nächste Rosensaison.

Rosige Grüße von Christine